Landwirtschaft

In den Nachkriegsjahren nahm die Technisierung in der Landwirtschaft stark zu. Die OLMA entwickelte sich rasch zum Ausstellungsfenster neuer landwirtschaftlicher Maschinen und Technik.

Die Landwirtschaft an der OLMA

Zu Beginn viel Technik

Landwirtschaft kam zu kurz

Zurück zum Ursprung

Publikumsmesse mit landwirtschaftlicher Prägung

Von Agrargesprächen zum Forum

Maschinen werden an die AGRAMA «ausgelagert»

Die Tier&Technik wird die Fachmesse der Landwirtschaft

OLMA erste Adresse für landwirtschaftliche Warenangebote

Erlebnis Bauernhof mit Sonderschau

Jungrichter-Wettbewerb und Melkroboter

Chronik der landwirtschaftlich prägenden Ereignisse in der OLMA-Geschichte

Die Landwirtschaft an der OLMA

Zu Beginn viel Technik

Die Landmaschinen wurden ab 1948 vor allem in der damaligen Halle 6, auch Steinach-Halle genannt, sowie in den 60er bis 80er Jahren auch im gegenüber liegenden Bus-Depot, der damaligen Halle 5 ausgestellt. Auch der Galgenacker, die heute noch bestehende Wiese gegenüber der heutigen Halle 4, diente als Ausstellungsfläche.

Landwirtschaft kam zu kurz

In den 60er und 70er Jahren war die Landwirtschaft an der OLMA an Sonderschauen und im Rahmenprogramm weniger vertreten. In dieser Zeit wandelte sich die OLMA von einer reinen landwirtschaftlichen Messe zu einer Konsumgüter- und Publikumsmesse. «Landwirtschaftliche Themen kamen im Rahmenprogramm etwas zu kurz», berichtet Bruno Kleger, damaliger Pressechef. Am offiziellen Brief-Fuss habe damals nur noch «OLMA Schweizer Messe» gestanden, weiss er zu berichten; die Ergänzung «für Land- und Milchwirtschaft» habe man etwa ein Jahrzehnt lang im Briefpapier weggelassen.

Zurück zum Ursprung

Traktor 1
Traktor 5
Traktor 4
Traktor 3
Traktor 2
Laborghini Traktor

Doch zu Beginn der 80er-Jahre habe die Messeleitung wieder vermehrt landwirtschaftliche Schwerpunkte gesetzt. Das drückte sich vor allem in den Tiervorstellungen, den Sonderschauen und den vielen landwirtschaftlichen Ereignissen im Rahmenprogramm aus.

Publikumsmesse mit landwirtschaftlicher Prägung

Verstärkt wurde die landwirtschaftliche Präsenz vor allem im Jahre 1993. Damals fanden der erste Tag der Bäuerin, der erste Jungzüchtertag und die erste Braunvieh-Eliteschau statt, die seither ihren festen Platz im OLMA-Rahmenprogramm haben und gut besuchte OLMA-Anlässe sind. 1997 fand nicht nur der erste Tag der Landjugend, sondern auch das erste Säulirennen statt, das heute nicht mehr von der OLMA wegzudenken ist. Im Jahre 2001 fand die erste OLMA-Alpkäseprämierung statt. Mit dieser Auszeichnung werden seither an der OLMA Qualitätsprodukte in der Alpkäseproduktion prämiert.

Von Agrargesprächen zum Forum

Im Jahre 1988 an der 46. OLMA fanden zum ersten Mal die OLMA-Agrargespräche statt. Beim breiten Publikum fassten diese Gespräche zu agrarpolitischen Themen wenig Fuss, da sie mit zweieinhalb Stunden Dauer viel Zeit in Anspruch nahmen und die Themen nicht immer «unter den Nägeln brannten». Ende der 90er Jahre – als die heutige Halle 9 mit Vortragsräumen fertig wurde – löste das OLMA-Forum die Agrargespräche ab. Es kamen aktuelle Themen zum Zug, die nicht nur die Landwirte, sondern auch ein breites Publikum interessierten, zum Beispiel gesunde Ernährung, Fastfood oder Gentechnik.

Maschinen werden an die AGRAMA «ausgelagert»

Im Jahre 1991 beschloss der Schweizerische Landmaschinenverband SLV, die Maschinenausstellung auszulagern und zwar an die nationale Landmaschinenfachmesse AGRAMA. Diese fand bis dahin alle zwei Jahre in Lausanne statt. Nun sollte sie jährlich durchgeführt werden und zwar in allen ungeraden Jahren weiterhin in Lausanne und in allen geraden Jahren neu in St.Gallen. Dort fand sie zum ersten Mal Ende Januar 1992 statt. «Alle Hallen waren bis auf den letzten Quadratmeter belegt», berichtet Bruno Kleger, damaliger Pressechef der OLMA und auch der AGRAMA. 40 – 45’000 Personen besuchten damals die Fachmesse in St.Gallen. Der zweijährige Turnus wurde bis zum Jahre 2000 beibehalten. Dann entschloss sich der SLV aus Kostengründen, die AGRAMA nur noch alle zwei Jahre durchzuführen und zwar zentral in Bern, wo sie auch heute noch alle zwei Jahre stattfindet.

Die Tier&Technik wird die Fachmesse der Landwirtschaft

Dank dem Auslagern der Maschinen gab es wieder mehr Platz, aber der OLMA ging ein wichtiger Ausstellungssektor verloren. Im Jahre 2001 wurde die Tier&Technik ins Leben gerufen. Sie war aber nicht mehr wie die AGRAMA Schaufenster für grosse Maschinen, sondern spezialisierte sich auf Stall- und Hofeinrichtungen, Nutztierhaltung, landwirtschaftliche Produktion, Spezialkulturen und Landtechnik. Die «Agrex», die Fachmesse für Direktvermarktung, Produktion und Absatz von landwirtschaftlichen Spezialitäten, welche vier Mal in den Jahren 1997 bis 2000 auf dem OLMA-Areal stattgefunden hatte, wurde in die Tier&Technik integriert. Diese entwickelte sich in der Folge zur grössten jährlich stattfindenden Fachmesse der Schweizerischen Landwirtschaft.

OLMA erste Adresse für landwirtschaftliche Warenangebote

Die OLMA sollte nach wie vor inhaltlich und konzeptionell die Schweizer Messe für Land- und Milchwirtschaft sein, die erste Adresse für landwirtschaftliche Warenangebote, sagte OLMA-Direktor René Käppeli im Geleitwort zur OLMA 1991. Der Sektor Landtechnik sei zwar kleiner geworden, dafür würden neue landwirtschaftliche Bereiche wie Tierhaltung, Pflanzenbau und Biolandbau miteinbezogen und vor allem sollen die Produkte, die die Landwirtschaft hervorbringt, den Konsumenten näher gebracht werden.

«Die Landbevölkerung soll an der OLMA eine Heimat haben, die Stadtbevölkerung soll sich über die moderne Landwirtschaft informieren und sich stets ein facettenreiches Bild machen können. Und alle sollen sich an vielfältigen Begegnungen und Unterhaltungen in festlichem Umfeld freuen können.»

Zitat aus dem Geleitwort von Dr. René Käppeli, ehemaliger Olma-Direktor

Erlebnis Bauernhof mit Sonderschau

Auf dem Areal der im Jahre 2000 abgebrannten Halle 7 wird seither jährlich eine Zelthalle, die Halle 6, errichtet, deren Inhalt vorwiegend bäuerlichen Themen gewidmet ist. OLMA-Direktor Hanspeter Egli stellte die Halle im Jahre 2003 als neuen Akzent der OLMA vor. Unter dem Slogan «Gut gibt’s die Schweizer Bauern», mit dem Streichelzoo «Bauernhoftiere erleben» und einem bäuerlichen Spezialitätenmarkt bringen die Schweizer Bauern ihre Welt dem Publikum näher. Seit 2014 präsentiert die OLMA in der Halle 6 eine neue Themenwelt unter dem Titel «Erlebnis Nahrung». Sie thematisiert den Weg unserer Lebensmittel vom Boden bis auf den Teller.         

Jungrichter-Wettbewerb und Melkroboter

Im Jahre 2004 fand der erste Jungrichter-Wettbewerb statt, an welchem sich nicht die Schaukühe, sondern die jungen Richter messen. 2016 bot die OLMA mit dem Aufbau eines Laufstalles im Massstab 1:1 dem Publikum Einblick, wie heute Kühe gehalten und am Melkroboter gemolken werden. Beim Publikum stiess der Stall auf grosses Interesse.

Chronik der landwirtschaftlich prägenden Ereignisse in der OLMA-Geschichte

Jahr Ereignis
1943 1. OLMA
1944 - 1963 Zelthallen auf dem Kantonsschul- und Stadtpark Brühlareal
1946 Neuer Name der OLMA: Schweizer Messe für Land- und Milchwirtschaft
1966 1. Braunvieh Auktion
1988 Einweihung der Arena, erste Agrargespräche, 1. Schafschurwettbewerb
1991 Auslagerung der Maschinenausstellung an die AGRAMA
1992 50. OLMA
1993 1. Tag der Bäuerin, 1. Jungzüchter Tag,1. Braunvieh-Eliteschau
1995 Kühe aus Nicht-OLMA Kantonen werden zur BV-Eliteschau zugelassen
1997 1. Säulirennen, 1. Tag der Landjugend
1999 Eröffnung von Halle 9, Erste Verleihung des Prix d’innovation agricole suisse
2000 Brand Halle 7
2001 1. OLMA-Alpkäseprämierung, 1. Tier&Technik als landwirtschaftliche Fachmesse
2002 1. Vier-Rassen-Eliteschau mit Braunvieh-, Fleckvieh, Holstein- und Jersey-Kühen
2003 Zelthalle 6 mit Erlebnis Bauernhof und Sonderschauen
2004 1. Nationaler Jungrichter-Wettbewerb
2005 1. OLMA Fleischrinder Auktion
2007 1. Kuhrennen
2010 1. Tag der Esel
2014 Lancierung der Themenwelt Erlebnis Nahrung in der Halle 6
2014 1. OLMA-Bauerntag
2016 Aufbau eines Laufstalles mit Melkroboter vor der Halle 1