Genossenschaft

Man kennt sie in der ganzen Schweiz: Die OLMA ist wohl das bekannteste, beliebteste und stärkste Bindeglied der Ostschweizer Identität. Das kommt nicht von ungefähr.

Die Gründung

Anbauschlacht als Auslöser

Breite Trägerschaft

Seit 1953 eingetragen

Wichtige Investitionen

Aus Provisorien entstanden

Projekt zur Gesamtüberbauung

Kongresse und Veranstaltungen

Die Genossenschaft heute

Mitgliedschaft und Anteilscheinkapital

Gut gerüstet in die Zukunft

Die Organe der Olma Messen St.Gallen

Die Gründung

Anbauschlacht als Auslöser

Aus zwei thematisch aufgebauten, dem kriegsbedingten Mehranbau von Nahrungsmitteln gewidmeten Ausstellungen in den Jahren 1941 und 1942 entstand 1943 dank der Initiative städtischer, landwirtschaftlicher und gewerblicher Organisationen die OLMA Ostschweizerische land- und milchwirtschaftliche Ausstellung.

Breite Trägerschaft

Die 1. OLMA fand während des traditionellen Herbstjahrmarktes vom 7. bis 17. Oktober 1943 in der Tonhalle und in eigens für diesen Zweck aufgebauten Zelthallen auf dem Unteren Brühl mitten in der Stadt St.Gallen statt. Dank der breiten Trägerschaft und der rasanten Entwicklung der Besucher- und Ausstellerzahlen verlieh der Bundesrat im Jahre 1946 der OLMA das Prädikat «Schweizerische Messe von nationaler Bedeutung» und hievte sie damit in die gleiche Liga wie die MUBA Basel und das Comptoir Lausanne.

Seit 1953 eingetragen

Den Wunsch, als Trägerschaft der OLMA eine in der ganzen Ostschweiz abgestützte Genossenschaft zu gründen, äusserten die Organisatoren schon bei der ersten Durchführung. Es dauerte aber zehn Jahre, bis dies verwirklicht werden konnte. Die eigentliche Gründung der Genossenschaft erfolgte am 17. Oktober 1953. Vierundzwanzig Gründungsmitglieder zeichneten das erste Anteilscheinkapital in der Höhe von CHF 731‘000. Die Genossenschaft wurde unter dem Namen «OLMA Schweizer Messe für Land- und Milchwirtschaft» mit Sitz in St.Gallen im Handelsregister eingetragen. Genossenschafter waren die Stadt St.Gallen, die Kantone St.Gallen, Thurgau, Appenzell AR und AI, Glarus, Schaffhausen, Graubünden sowie das Fürstentum Liechtenstein. Weitere Genossenschafter waren land- und milchwirtschaftliche Organisationen sowie das Gewerbe und regionale Banken. 

Wichtige Investitionen

Aus Provisorien entstanden

1964 bot sich der Genossenschaft Olma die Gelegenheit, Holzhallen aus dem Sektor Wald und Holz der Expo Lausanne zum Preis von CHF 770'000 zu erwerben und auf dem St.Jakobs-Areal wieder aufzubauen. Zur Finanzierung beschloss der Verwaltungsrat eine generelle Anhebung des Anteilscheinkapitals auf CHF 2,52 Mio. An der Erhöhung beteiligten sich alle Genossenschafter im Verhältnis ihrer bisherigen Anteile sowie zusätzlich weitere gewerbliche Organisationen.

Projekt zur Gesamtüberbauung

Anfangs der 80er Jahre stellte sich immer dringender die Frage nach der zukünftigen Entwicklung des Messeplatzes St.Gallen im Generellen sowie der OLMA im Besonderen. Mit Ausnahme der 1981-1982 erbauten Halle 1 fand die OLMA während Jahrzehnten in provisorischen Holzhallen und jährlich neu zu erstellenden Zelthallen statt. Zur Entwicklung des Messeplatzes liess die Genossenschaft ein Projekt zur Gesamtüberbauung des zur Verfügung stehenden Areals ausarbeiten. Zur Finanzierung der ersten Bauetappe mit den Hallen 2 und 3 sowie der Verlegung der Arena beantragte der Verwaltungsrat eine Erhöhung des Anteilscheinkapitals von CHF 2,52 Mio. auf CHF 10 Mio. Die Zeichnung erfolgte auf Anfang 1987.

Kongresse und Veranstaltungen

Nach der Inbetriebnahme der Halle 9 im Jahre 1999 eröffneten sich den Olma Messen St.Gallen auch im Bereich Kongresse und Veranstaltungen neue Chancen. Die rund 100-120 Veranstaltungen, welche seither pro Jahr in den Hallen und auf dem Gelände der Olma Messen St.Gallen stattfinden, zählen regelmässig zwischen 700'000 bis 800'000 Besucher. Der jährliche Umsatz der Genossenschaft stieg auf rund CHF 30 Mio., der jährliche Cashflow bewegt sich zwischen CHF 7 und 9 Mio.

Die Genossenschaft heute

Mitgliedschaft und Anteilscheinkapital

Als Mitglieder der Genossenschaft Olma Messen St.Gallen können laut Statuten juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein aufgenommen werden. Heute zählt die Genossenschaft 126 Mitglieder mit einem Anteilscheinkapital von CHF 23,283 Mio.

  • Stadt St.Gallen: 26%
  • Übrige öffentliche Hand: 13%
  • Banken: 30%
  • Landwirtschaft: 17%
  • Gewerbe und Industrie: 10%
  • Versicherungen und Diverses: 4%

Gut gerüstet in die Zukunft

Finanziell befindet sich die Genossenschaft Olma Messen St.Gallen heute in einer sehr guten Verfassung. Das beweisen die für das Geschäftsjahr 2017 ausgewiesenen wichtigsten finanziellen Kennzahlen: Bei einem Umsatz von CHF 31,7 Mio. betrug der Cashflow CHF 8.9 Mio.

Die Organe der Olma Messen St.Gallen

Das oberste Organ der Genossenschaft ist die Delegiertenversammlung, der alle Befugnisse zustehen, welche von Gesetz und Statuten der Generalversammlung übertragen sind.


Der Verwaltungsrat, welcher die Oberleitung der Genossenschaft innehat, besteht aus neun Mitgliedern, von denen die politische Gemeinde St.Gallen deren zwei, der Kanton St.Gallen einen Vertreter abordnet; die weiteren Mitglieder werden von der Delegiertenversammlung gewählt.


Der Verwaltungsrat ernennt die Geschäftsleitung, der die gesamte laufende und unmittelbare Geschäftsführung nach den Bestimmungen des vom Verwaltungsrat erlassenen Organisations-Reglements zusteht.


Der OLMA-Beirat ist ein beratendes Organ, das vom Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung in die Willensbildung und Projektentwicklung der OLMA Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung einbezogen wird. Die Politische Gemeinde St.Gallen, die OLMA-Kantone sowie das Fürstentum Liechtenstein ernennen je einen Vertreter; die übrigen Mitglieder des OLMA-Beirats werden von der Delegiertenversammlung gewählt.